Kinderzahnheilkunde
Zähne richtig putzen
Wann fängt man mit dem Zähneputzen an?
Mit dem ersten Milchzähnchen geht’s los. Eine weiche Bürste massiert das Zahnfleisch und die Milchzähne werden sanft mit kreisenden Bewegungen gereinigt.
Mit oder ohne?
Babys und Kinder bis 6 Jahre sollen eine fluoridhaltige Kinderzahncreme verwenden.Die Menge soll etwa so groß sein wie der Fingernagel des kleinen Fingers- also nur eine kleine Portion. Damit nicht so viel verschluckt wird achten sie auf einen möglichst neutralen Geschmack- nicht so süß.
Kinder ab 6 Jahre sollen milde Zahncremes für Erwachsene benutzt werden.
Gesunde Ernährung!
Vorsicht ist besonders bei süßen Getränken geboten. Auch süßer Tee und Säfte sind schädlich für die Zähne. Wenn Süßigkeiten gegessen werden, dann sollten diese nicht über den Tag verteilt gegeben werden sondern als eine Portion zum Beispiel nach dem Essen- und danach die Zähne putzen. Fruchtzucker und Milchzucker sind genauso schädigend für die Zähne.
Aber wie?
Eine bewährte Methode die Zähne zu putzen ist die KAI Methode.Zuerst werden die Kauflächen gebürstet. Danach sind die
Aussenflächen mit kreisenden Bewegungen zu reinigen. Am Ende werden die Innenflächen geputzt.
So wird nichts vergessen und die Kinder erlernen das Putzen mit System.
Je nach Alter des Kindes kann immer weiter selbständig geputzt werden. Kleine Kinder schrubben selbst die Kauflächen, ab 3 Jahren können die kreisenden Bewegungen auf den Aussenflächen geübt werden und mit 5 Jahren auf den Innenflächen.
Bis ins Schulalter sollten Eltern auf jeden Fall nachputzen.
Fissurenversiegelung- warum eigentlich?
Alle Zähne mit einer durch Furchen oder Grübchen zerklüfteten Oberfläche sind besoders kariesgefährdet. Das betrifft besonders die bleibenden Backenzähne aber auch die Milchbackenzähne.
In den tiefen Fissuren der Zähne können sich Plaque und Zahnbelag sammeln. Mit der Zahnbürste sind sie in diesen „Höhlen“ nicht zu erreichen.
Die Mundhöhlenbakterien zersetzen und verwerten die Beläge. Dabei werden Säuren gebildet. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an, machen ihn porös und durchlässig für noch mehr Bakterien. Haben die Bakterien den Schmelz durchsetzt kommen sie im Dentin an. Diese Substanz ist weicher und kann noch leichter von den Bakterien durchdrungen werden. Die Karies schreitet fort.
Wenn diese tiefe Fissuren jedoch mit einem speziellen dünnfließenden Kunststoff versiegelt, also praktisch verschlossen werden können sich keine Speisereste festsetzen. Mit der Zahnbürste können die Beläge gut entfernt werden.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Versiegelung vom 6. Lebensjahr bis zum 18. Geburtstag. Sie ist Teil eines umfassenden Vorsorgeprogramms.
Zahnpflege, richtiges Putzen, zahngesunde Ernährung, Fluoridierung und Beratung rund um die Mundgesundheit sind weitere Bestandteile des Programms.
Auch nach dem 18.Lebesjahr ist die Vorsorge die beste Medizin.
Zahnpflege vom ersten Zahn an ist die Vorausetzung für lebenslangen Kariesschutz.
